Cathia Schär mit Elite-Bronze und U23-Gold an der EM über die Super-Sprintdistanz, Nora Gmür U23-Dritte

An der Super-Sprint-Triathlon EM in Polen holen Cathia Schär und Nora Gmür die Medaillen für die Schweiz, Simon Westermann und Alissa König verpassen das Podest nur knapp.

Das Schweizer Team hat sich an den zwei Renntagen über die Super-Sprintdistanz im polnischen Olszstyn mit Halbfinals und Finals gut gegen die anderen europäischen Länder geschlagen. Die harten Rennen wurden durch schwierige Wetterbedingungen, Kälte, Regen und Gewitter erschwert. Das kurze Rennformat in Kombination mit dem Wetter und der technischen Wechselzone forderte die Fähigkeiten und Entscheidungen der Athleten heraus, was leider zu vielen Stürzen sowohl bei den Elite- als auch bei den U23- und Juniorenrennen führte. Zu absolvieren waren in den Halbfinals vom Freitag sowie bei kaltem Wetter (12 Grad) und Regen in den Finals vom Samstag jeweils 300 m Schwimmen, 8 km Radfahren und 2 km Laufen.

Gleich zwei Medaillen holte die 20-jährige Cathia Schär (Triviera) im Elite/U23 A-Finale der Frauen. auf dem Rad bildete sich eine grosse Gruppe, leider verpasste Lisa Berger (Triathlon Club Solothurn) die Gruppe und musste einen Grossteil der Radstrecke alleine fahren. In der letzten Runde beim Wechsel waren Cathia und Nora gut positioniert und verpassten den Sturz, durch den Alissa etwa 10-12 Sekunden auf die Gruppe verlor. Der Sturz öffnete das Rennen und Cathia Schär und Nora Gmür (Triathlon Club Zofingen) waren Teil einer kleinen Ausreißergruppe, die um das Podium kämpfte.

Aus dieser Gruppe  übernahmen die Deutschen Nina Eim und Lena Meissner die Spitze, zunächst gefolgt von Schär und  Gmür. Schär blieb an den beiden Deutschen dran und sicherte sich die Elite-Bronze-Medaille, Rang drei bedeutete gleichzeitig EM-Titel in der U23 Wertung. Hinter Angelica Prestia (ITA, 2. U23), lief Alissa König (3star cats wallisellen) noch auf den Gesamt fünften Platz, als Elite-Sechste sicherte sich Nora Gmür Bronze in der U23-Wertung. Somit lagen in den Top 6 gleich drei Schweizerinnen Lisa Berger kämpfte die ganze Zeit um Platz 29.

«Es war wirklich ein super Wettkampf», fasste Cathia Schär zusammen. Nach dem Schwimmen sei sie etwas weit hinten aus dem Wasser gekommen. «Ich konnte gut aufholen beim Radfahren und mich vorne platzieren. Beim Laufen habe ich bis zum Schluss alles gegeben.»

Bei den Männern verpasste Simon Westermann (TG Hütten) das Podest nur um 2 bis 3 Meter. Der (noch) 23-Jährige war in den vordersten Positionen nach dem zweiten Wechsel auf die Laufstrecke gestürmt, musste in der Schlussabrechnung jedoch den fast im Sekundenrhythmus ins Ziel laufenden Valentin Wernz (GER), Barclay Izzard (GBR) und Anthony Pujades (FRA) den Vortritt lassen. Fabian Meeusen (TH Heutten) fuhr im A-Finale der Männer ein starkes Rennen, wurde aber auf der Radstrecke in einen Sturz verwickelt, obwohl er an den beiden Tagen ein gutes Rennen gefahren war.

«Kalt und nass, das Wetter liegt mir irgendwie ganz gut», meinte Simon Westermann im Anschluss an den Wettkampf. «Leider hat es ganz knapp nicht gelangt im Zielsprint, das muss ich noch schaffen. Insgesamt sei es «Hammer-Wettkampf gewesen: «Im Schwimmen etwas auf die Kappe bekommen, auf dem Rad dagegengehalten, guter Wechsel, mega zufrieden.»

Im B-Finale der Männer fuhr Ben Fäh (3 star cats wallisellen) nach gutem Schwimmen und sehr starkem Radfahren an der Spitze des Rennens und belegte in einem hart umkämpften Rennen bei seinem ersten Elite/U23-Wettbewerb den 5. Ludovic Sechaud (Team Athlet) aus der Schweiz hatte ein gutes Schwimmen und verpasste die erste Radgruppe nur knapp. Er fuhr in der zweiten Gruppe ein hartes Rennen und belegte in seinem ersten Elite/U23-Wettbewerb einen verdienten 12. Rang.

Am letzten Wettkampftag in Olszstyn stand noch die Mixed Team Relay EM für die Junioren an. Das Schweizer Team mit Fabio Nauer, Vanessa Possberg, Lars Schnider und Letitzia Martinelli hatte bei sehr schwierigen Bedingungen einen schwierigen Start, kämpfte dann sehr gut und erreichte den fünften Rang bei 22 gestarteten Teams.

Olsztyn (POL). EM Europe Triathlon Super-Sprintdistanz.
300 m Schwimmen, 8 km Radfahren, 2 km Laufen.
(Ränge 1 bis 30: A-Final; Ränge 31-60: B-Final; weitere Ränge: Halbfinals):
Elite Männer:

1. Valentin Wernz (GER) 23:27.
2. Barclay Izzard (GBR) 0:02.
3. Anthony Pujades (FRA) 0:03.
4. Simon Westermann (SUI, Winterthur/TG Hütten) 0:04.
25. Fabian Meeusen (SUI, Horgen/TG Hütten) 1:16.
35. Ben Fäh (SUI, Chur/3star cats) 23:50.
42. Ludovic Séchaud (SUI, Bussigny/Atlet) 24:24.

Elite Frauen:
1. Nina Eim (GER) 25:12.
2. Lena Meissner (GER) 0:04.
3. Cathia Schär (SUI, Mézières/Triviera) 0:09.
4. Angelica Prestia (ITA) 0:16.
5. Alissa König (SUI, Dürnten/3star cats wallisellen) 0:18.
6. Nora Gmür (SUI, Schenkon/Triathlon Club Zofingen) 0:19.
29. Lisa Berger (SUI, Emmenmatt/Triathlon Club Solothurn) 2:17.

U23-Frauen:
1. Cathia Schär (SUI) 25:21.
2. Angelica Prestia (ITA) 0:07.
3. Nora Gmür (SUI) 0:10.

Junioren:
1. Léo Fernandez (FRA) 23:35.
33. Lars Schnider (SUI, Lohn-Ammansegg/TriMeca Performance Team) 24:25.
34. Antoine L’Hôte (SUI, Nänikon/3star cats wallisellen) 24:27.
DSQ Fabio Nauer (SUI, Nänikon/3star cats wallisellen)

Juniorinnen:
1. Tilda Mansson (SWE) 25:46.
13. Vanessa Possberg (SUI, Fehraltorf/3star cats wallisellen) 1:24.
21. Nathalie Zwicky (SUI, Kaltbrunn/JTri) 1:49.
28. Livia Gross (SUI, Alterswil/Triathlon Freiburg) DNF
38. Letizia Martinelli (SUI, Luggagia/StudioVezia Triathlon Team) 27:42.

Mixed Team EM Junioren.
300 m Schwimmen, 8 km Radfahren, 2 km Laufen.
1. Deutschland 1:39:37.
5. Schweiz (Fabio Nauer, Vanessa Possberg, Lars Schnider und Letitzia Martinelli) 2:18.

Photo: Screenshot triathlonlive.tv
Photo by Swiss Triathlon
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