Team-Premiere im Triathlon in Tokyo

17 Nationen werden am Samstagmorgen früh um 0:30 Schweizer Zeit am Start zur Premiere der Olympischen Mixed Relay stehen. Das Schweizer Team in der Besetzung Jolanda Annen, Andrea Salvisberg, Nicola Spirig und Max Studer strebt einen Diplomrang an.

Einzig Südafrika musste auf Grund einer Verletzung von Henri Schoemann zurückziehen, während bei Belgien Jelle Geens, der das Einzelrennen auf Grund eines positiven COVID-Tests verpasste, mittlerweile nach Tokyo nachreisen konnte.

Topfavorit auf den Sieg ist Grossbritannien. Die Briten überzeugten in den Einzelrennen mit den Silbermedaillen von Alex Yee und Giorgia Taylor-Brown sowie den Rängen 5. (Jonathan Brownlee) und 9. (Jess Learmonth). Arg gebeutelt wurden hingegen Frankreich, Seriensieger auf der World Triathlon Series in der Staffel, bei denen Topfavorit Vincent Luis nur auf Rang 13 kam, während beim Laufen Dorian Coninx auf Rang 17 und Léo Bergère auf Rang 21 zurückfielen. Die Kohlen holte Léonie Periault mit ihrem 5. Rang aus dem Feuer, während die vermeintliche Nummer 1, Cassandre Beaugrand, nach einem schwachen Schwimmen beim Radfahren mit Verweis auf einen platten Reifen das Rennen aufgab. Auch den USA wird der Sieg zugetraut. Bei ihnen überzeugten Katie Zaferes mit der Bronze-Medaille und Kevin McDowell mit Rang 6, während der Überraschungsmann der Saison, Morgan Pearson, und Summer Rappaport aus der Radgruppe fielen.

Zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter gehören auch Australien, Neuseeland mit dem Bronzemedaillengewinner Hayden Wilde sowie die Niederlande, die ihre beiden Männer für die Staffel schonten und im Einzelrennen nicht einsetzten, dafür aber bei den Frauen mit Rang 4 (Rachel Klamer) und 9 (Maya Kingma) überzeugten.

Aussenseiterchancen haben Belgien, Deutschland, Italien, Canada und auch die Schweiz.

Für einen Medaillengewinn müsste das Schweizer Team über sich heraus- wachsen, schätzt die Chefin Leistungssport, Tamara Mathis, die Chancen ein. Die Starterin Jolanda Annen müsste dazu auf dem Rad in der Spitzengruppe sein und bei Lauf nur wenig auf die Spitze verlieren und Andrea Salvisberg mit einer Top-Schwimmleistung, wie er sie am Qualifikationsrennen in Lissabon gezeigt hat, wieder zur Spitze aufschliessen. Mit einer solchen Ausgangsposition auf dem dritten Abschnitt könnten dann Nicola Spirig und Max Studer, 6. und 9. im Einzelrennen, ihre Stärken ausspielen und der Schweiz eine Top-Klassierung sichern. (Text: Christoph Mauch, Vorstandsmitglied Sport)

Die Schweizer*innen in Tokyo

Elite Männer

Andrea Salvisberg (Wallisellen/ Home of Triathlon St. Moritz)

  1. Rang 2016 in Rio
    22. Rang 2021 in Tokyo

Max Studer (Kestenholz/TriMeca Performance Team)

  1. Rang 2021 in Tokyo

Elite Frauen

Jolanda Annen (Schattdorf/Tri Uri)

  1. Rang 2016 in Rio
    19. Rang 2021 in Tokyo

Nicola Spirig (Bachenbülach/Impuls Triathlon Club Bülach)

  1. Rang 2004 in Athen
  2. Rang 2008 in Peking
    Gold 2012 in London
    Silber 2016 in Rio
    6. Rang 2021 in Tokyo

Distanzen

Team-Relay: 300 m Schwimmen, 6.8 km Radfahren, 2.0 km Laufen

Zeitplan (MESZ)

Samstag, 31. Juli, 00.30 Uhr: Team Relay

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